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Roseberg, Oregon – Winnetou 1

Screenshot_20190428-214227_PhotoMapWir hatten wieder einmal einen Spitzenplatz auf dem kleinen Campground in Roseberg, Oregon, direkt am Wasser . Nur war es morgens wirklich kalt, saukalt. Wir holten die Pullover, die wir in Kalifornien so schön verstaut hatten, wieder heraus und zogen noch Jacken drüber. 5°C fühlt sich eben doch nicht warm an, egal wie man es dreht und wendet.

Ich habe angefangen, Winnetou 1 nochmal zu lesen. Zwar habe ich sämtliche Bände von Karl May gelesen, wirklich alle, ja, auch Weihnacht, aber ich habe nicht mehr alle Geschichten wirklich präsent. Ulla behauptete mal, mich nur wegen meiner Karl May Kenntnisse geheiratet zu haben, weil sie nämlich auch alle gelesen und bis dahin noch keinen getroffen hatte, der ihr das Wasser hätte reichen können. Jedenfalls hatte ich das Bedürfnis, Winnetou noch einmal zu lesen. Ich hatte den Nordafrikazyklus vor Jahren schon einmal aufgewärmt und damit gute Erfahrungen gemacht. In Amerika kennt man übrigens weder Karl May noch Winnetou, das kommt einem manchmal richtig eigenartig vor, dass der berühmte Westmann hier ein Unbekannter ist.

In Winnetou 1 kommt Karl aus Deutschland zunächst als Vermesser vor, der mit einer Gruppe dauernd besoffener Engländer Land für eine Eisenbahnlinie vermessen soll. Er schildert sich in aller Bescheidenheit als überaus fleißigen, mutigen und unbescholtenen Mann, den Sam Hawkins in die Geheimnisse des Westmanns einweiht und nach einer Schlägerei mit seinem Vorgesetzen, bekommt er seinen Ehrennamen Shatterhand, Old Shatterhand. Und weiter heißt es: “Eigentlich hatte ich heute arbeiten wollen; aber es war Sonntag, der Tag des Herrn, an welchem jeder Christ, selbst wenn er sich in der Wildnis befindet, sich sammeln und mit seinen geistlichen Pflichten beschäftigen soll.”

20190428_110630-01[1]Geistliche Pflichten, das fiel mir auf. Was meinte er damit? In der Wildnis befanden wir uns ja auch, wenn auch nicht so wie zur Zeit des Eisenbahnbaus und Sonntag war auch. Als suchen wir uns eine Kirche im Ort. Das ist sehr schön in Amerika, an Kirchen mangelt es nicht und man findet fast immer etwas passendes. Diesmal hielten wir an bei der Church of the Nazarene. Die Kirche gibt es in Deutschland auch, wenn auch nicht so verbreitet. Es hat sich gelohnt und uns gut getan, mal zur Ruhe zu kommen und auf andere Gedanken. Vielleicht meinte Karl May ja das.

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