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Sequoia National Park, CA

Monument x_7Vom Camp am Lake Kaweah fahren wir zum Ash Mountain Entrance und stehen zum ersten mal an einem Parkeingang im Stau. Vor uns stehen etwa 25 Autos. Wir wissen, dass Staus an den Eingängen zu Nationalparks fast immer der Normalfall sind und in der Sommersaison abenteuerliche Ausmaße annehmen können, da wir aber fast überall außerhalb der Saison ankommen, ist uns das bisher erspart geblieben. Es war aber nicht allzu schlimm. Dem Ranger die Karte vorzeigen oder bezahlen und Ticket sowie Karte des Parks entgegennehmen, nach 15 Minuten waren wir durch. Die großen Bäume befinden sich etwa auf 3000 Metern Höhe, es heißt also zunächst einmal viele Kurven fahren. Von dieser Seite ist die Straße besonders kurvenreich und für lange Wohnmobile gesperrt, das sind fast alle. Wir wechseln uns beim Fahren ab. Die vielen Bäume haben auf mich einen einschläfernden Effekt und als ich wieder aufwache sind wir bereits oben angelangt. Es gibt hier zwei Superbäume, die nach Generälen des Bürgerkriegs benannt sind. General Sherman und General Grant. Sherman ist der höhere und deshalb stark frequentiert. Die Autos stauen sich am Parkplatz und man muss warten, bis ein Platz frei wird. Also auf zu General Grant, der mir sowieso sympathischer ist.

Hier oben liegt übrigens wirklich Schnee, und zwar meterhoch. Die Straßen sind geräumt, aber rest areas, camp grounds, trails und viele Straßen sind gesperrt.

Bäume gucken, kann man sich langweiligeres vorstellen? Kann man, und wie. Die Bäume sind hier im allgemeinen schon nicht klein. Aber diese großen Sequoias sind wirklich atemberaubend. Mann kann sich fast nicht vorstellen, dass Bäume so groß und vor allen Dingen so alt werden können. Die Generäle sind um die 2200 Jahren alt und waren schon zu Jesu Zeiten alte Bäume. Und dann haben sie nochmal 2000 Jahre draufgelegt. Das ist wirklich imponierend. Sequoias können wie Redwoods Abwehrstoffe gegen Pilze und Bakterien bilden und sich so besonders gut wehren. Sie haben eine sehr dicke Rinde, die sie vor dem Feuer schützt, das alle paar Jahrzehnte die Gegend heimsucht und können so – unter besonders günstigen Bedingungen – riesig werden.

General Grant ist 82 Meter hoch. Am Boden hat er bei einem Durchmesser von 12 Metern einen Umfang von 33 Metern. Das übertrifft kein anderer bekannter Baum auf der Welt. Auf einer kleinen Tafel sind weitere statistische Daten vermerkt. (Amerikaner lieben Statistiken, und Spötter behaupten, sie würden ihre Sportarten nur wegen der Statistiken betreiben). Wie dem auch sei, fest steht, dass der Stamm von General Grant 159.000 Basketbälle aufnehmen könnte und etwa 37 Millionen Tischtennisbälle.

Ich habe die nicht einfach zu kontrollierende Tendenz, mich über Bäume bzw. die Art, ihnen zu huldigen, lustig zu machen. Dieser gigantische Wald steht da im wahrsten Sinne des Wortes drüber.

Die Abfahrt auf der anderen Seite des Gebirges ist einfacher und schneller. 14 Meilen vor Fresno biegen wir vom Highway 180 ab auf die North Elwood Road. Nach ein paar Meilen haben wir den Platz erreicht, wo wir übernachten wollen. Der Platzwart wundert sich über das Nummernschild. Long ways from home, I guess. Der Platz ist gut gefüllt, aber durch die großen Abstände zwischen den Standplätzen nicht voll oder gar überfüllt. Wir essen zu abend und es fängt leise an zu regnen. Zum ersten mal seit drei Wochen. Das wurde aber auch Zeit.

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