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Bay Area – Palo Alto

Ostersonntag. In der New York Times, die ich inzwischen abonniert habe, und als Hauptinformationsquelle nutze, war ein Artikel darüber, wie kalifornische Megachurches verändert haben.

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Dazu gehören in der Regel Kirchen mit mehr als 20.000 Mitgliedern. Einige, wie z.B. Crossroads oder Willow Creek (aus Chikago) sind auch bei uns bekannt, andere weniger. VIVE ist eine mega church in Palo Alto.

Der Saal in einem jüdischen Kulturzentrum fasste etwa 1000 Leute und war an diesem ersten von drei Gottesdiensten voll. Auf die Sekunde genau um 9 Uhr 30 setzte die Band ein. Die Präsentation von Musik ist eines der Hauptunterscheidungsmerkmale von traditionellen Gottesdienst, wie man sie aus Kirchen kennt. Hier geht es eher so zu, wie bei einem Rock Konzert, u.zw. sowohl vom Stil der Musik, der Lautstärke, der visuellen Präsentation, den Video Einspielungen und Performances. Das Publikum ist zwischen zwanzig und 35 Jahre alt, wir waren definitiv die ältesten.

Kirchen in den USA bieten häufig, aber nicht immer, zwei Gottesdienste an, einen traditionellen und einen contemporary, also zeitgenössischen. Man könnte fast sagen, es wird ein traditioneller und ein Jugendgottesdienst abgehalten. Bei VIVE gibt es nur letzteren. Die Predigt nimmt breiten Raum ein, wobei das Publikum häufig und auch am Schluss einbezogen wird. Gesungen wird im Karaoke Stil, d.h. der Text läuft auf der Riesen LED-Leinwand im Band mit. Die Musik ist – wie das bei Musik immer ist – Geschmacksache, auf jeden Fall aber sehr engagiert.

Die gesamte Produktion ist extrem aufwendig und sehr professionell gemacht. An so einem Gottesdienst dürten von den Parkwächtern, über die Kinderbetreuung, der Technik und den Aktiven zwischen 80 und 100 Personen beteiligt sein. Früher, meinte Ulla, haben die Menschen Kirchen mit auswendigen Gemälden und Skulpturen zum Lobe Gottes ausgestattet, heute produzieren sie Musik, Videos und Performances, so allzu viel hat sich nicht geändert, die Botschaft ist immer noch dieselbe und wir benutzen sogar immer noch dasselbe Buch.

Mich hat besonders gefreut, dass das ganze Theater um Rasse und rassistische Überlegenheit auf dem Parkplatz endete. Der Leiter der Kirche ist ein Schwarzer, der predigende Pastor ein Weißer, die Besucher sind aus allen erdenklichen Ecken und Enden. Das ist keineswegs alltäglich. Meist bleiben die Rassen beim Gottesdienst unter sich, von ein paar Ausnahmen abgesehen.


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